Lohnt es sich, Festplatten mit vielen Terabyte zu kaufen?

Published: 15. Juni 2026

Live answer · Amazon.com

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Sourced from real discussions on r/homelab and r/DataHoarder, cross-checked against live PricePerGig listings.

Wenige, große Festplatten sind der richtige Weg, wenn du ein Setup im Bereich von zig bis hunderten Terabyte hast oder anstrebst. Das Hauptproblem: Dein System kann nur eine begrenzte Zahl an Laufwerken anschließen, und selbst wenn es unbegrenzt viele verkraften würde, dankt dir deine Stromrechnung weniger Festplatten, denn eine 30-TB-Platte verbraucht etwa genauso viel Strom wie eine 1-TB-Platte!

Deshalb liefere ich dir die Antwort gleich vorweg, denn deine Zeit ist knapp.

Kauf die großen Festplatten. Fast immer.

Die Rechnung ist nicht mal knapp

Wirf einen Blick auf die Live-Tabelle oben. Sie ist nach der Spalte Preis pro TB sortiert.

Die kleinen Platten landen im Wertevergleich fast immer ganz unten. Bei den dicken 16-TB-, 18-TB- und 20-TB-Modellen verwandelt sich dein Geld tatsächlich in Speicherplatz.

Ein Schrank voller alter 250-GB-Platten ist ein Museum, keine Backup-Strategie. Für deine Backups willst du wahrscheinlich eher 500 GB oder 1 TB.

Bei jeder einzelnen Festplatte zahlst du für einen Motor, einen Controller und ein Gehäuse. Kaufst du vierzig winzige Platten, hast du vierzig Motoren gekauft. Kaufst du vier große, sind es nur vier.

Stromverbrauch, Lautstärke und der Anlaufstrom-Peak, über den niemand spricht

Jede rotierende Festplatte nuckelt Tag für Tag an der Steckdose und surrt vor sich hin.

Vierzig Festplatten sind eine kleine Heizung und ein dauerhaftes Brummen in deinem Büro. Sechs Festplatten sind ein Flüstern. Die Lautstärke vieler Laufwerke bemerken die meisten erst, wenn das Rack neben ihrem Schreibtisch vor sich hin dröhnt.

Es gibt noch einen schärferen, weniger offensichtlichen Kostenpunkt: den Anlaufstrom-Peak. Jede Festplatte zieht im Moment des Hochlaufens einen kräftigen Stromstoß, deutlich mehr als im laufenden Betrieb. Läuft eine ganze Wand von Festplatten gleichzeitig an, kann ein bescheidenes Netzteil einbrechen oder abschalten. Wenige, große Festplatten umgehen dieses Problem komplett.

Allein der Unterschied bei den laufenden Kosten kann über ein paar Jahre einen ordentlichen Teil der größeren Platten refinanzieren. Der kompakte Aufbau ist also nicht nur günstiger in der Anschaffung, sondern auch günstiger und leiser im Betrieb.

”Aber wenn eine große Festplatte ausfällt, verliert man mehr Daten”

Das ist der einzige wirklich gute Punkt beim Argument für kleine Festplatten, und der verdient Respekt.

Ja, wenn eine 22-TB-Platte stirbt, reißt sie mehr mit sich als eine 500-GB-Platte.

Aber hier kommt der Haken.

Die Antwort auf “Was, wenn eine Platte ausfällt” lautet niemals “kaufe kleinere Platten”. Die Antwort heißt Redundanz. Parität, Spiegelung, eine Offsite-Kopie. Du verteilst das Risiko über Parität, nicht über eine Wand aus schwachbrüstigen kleinen Platten, die jede für sich ihre eigene Ausfallwahrscheinlichkeit mitbringen. Mehr Festplatten bedeuten schlicht mehr Dinge, die kaputtgehen können, mehr Wärme, mehr Lärm und mehr Stromverbrauch.

Genau dafür gibt es Unraid und ZFS. Stell deine großen Festplatten hinter RAIDZ2 oder ein doppeltes Mirror, und zwei Platten können ausfallen, während deine Daten seelenruhig weiterexistieren.

RAID ist kein Backup, und hier kommen die kleinen Festplatten wieder ins Spiel

Das muss klar gesagt werden: RAID ist kein Backup. Es hält dich am Laufen, wenn eine Platte ausfällt, repliziert aber genauso bereitwillig ein versehentliches Löschen oder eine Ransomware-Verschlüsselung über alle Platten im Array hinweg.

Genau dafür sind deine alten, kleineren Festplatten immer noch perfekt geeignet. Wirf sie nicht weg, sondern nutze sie als Kaltbackup weiter. Sie eignen sich hervorragend, um unersetzliche Dinge zu sichern, Familienfotos, die Kopie deines Nebenprojekts, wahrscheinlich nicht deine Filmsammlung, und die Platte dann bei einem Freund oder Verwandten zu deponieren, für eine echte Offsite-Absicherung. Sorgen, dass jemand neugierig reinschaut? Verschlüssle die Platte vorher, dann können nur du den Inhalt lesen und sonst niemand, sie liegt bei denen einfach unlesbar herum und wartet.

Was ich tatsächlich kaufen würde

Hier meine subjektive, kostenbewusste Einschätzung.

So bekommst du einen leisen, günstigen, kompakten Speicherhaufen mit Platz zum Wachsen.

Fazit

Für ein Homelab mit 20 bis 80 TB gilt: groß und wenige.

Eine Handvoll großer Festplatten, ordentliche Redundanz obendrauf, eine verschlüsselte Offsite-Kopie. Das ist die langweilige, aber richtige Antwort, und die Live-Preise oben zeigen dir genau, welche Kapazität heute auf deinem Marktplatz das beste Angebot ist.

Jetzt stell den Marktplatz-Selector auf dein Land um, damit diese Zahlen wirklich für dich gelten.

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