CMR, SMR und andere Aufzeichnungstechnologien, die bei Festplatten für Verwirrung sorgen

Was sind diese Technologien, und warum solltest du dich dafür interessieren?

Beim Festplattenkauf fallen dir in den Produktbeschreibungen vielleicht Abkürzungen wie „CMR” oder „SMR” auf. Sie stehen für unterschiedliche Aufzeichnungstechnologien in Festplatten, und je nach Einsatzzweck können sie die Performance deiner Platte erheblich beeinflussen. Auf PricePerGig.com kennzeichne ich Festplatten mit diesen Technologien, damit du fundierte Kaufentscheidungen treffen kannst.

Die Technologien im Überblick

CMR (Conventional Magnetic Recording)

CMR, manchmal auch PMR (Perpendicular Magnetic Recording) genannt, ist die klassische Aufzeichnungsmethode, die seit vielen Jahren in Festplatten zum Einsatz kommt. Bei CMR-Festplatten werden die Datenspuren parallel und ohne Überlappung geschrieben. Das macht CMR-Platten:

SMR (Shingled Magnetic Recording)

SMR ist eine neuere Technologie, bei der sich die Datenspuren teilweise überlappen, ähnlich wie Dachschindeln. Dadurch können Hersteller mehr Daten auf derselben Fläche unterbringen und so die Kapazität bei geringeren Kosten steigern. SMR-Platten haben allerdings einige Nachteile:

HAMR (Heat-Assisted Magnetic Recording)

HAMR ist eine fortschrittliche Technologie, die das Plattenmaterial mit einem winzigen Laser kurzzeitig erhitzt, während Daten geschrieben werden. So lässt sich eine noch höhere Datendichte erreichen. Aktuell findet man HAMR vor allem in Enterprise-Festplatten mit sehr hohen Kapazitäten (20TB+).

ePMR/EAMR (Energy-Assisted Magnetic Recording)

ePMR bzw. EAMR ist eine Technologie, mit der Western Digital die Platterdichte erhöht. Sie ähnelt HAMR, nutzt aber eine andere Methode der Energieunterstützung. EAMR-Platten sind in der Regel mit den meisten Systemen kompatibel und bieten eine gute Performance.

Wie PricePerGig.com die Festplattentechnologien bestimmt

Die Website versieht Festplatten anhand eines sorgfältig recherchierten Regelwerks mit CMR-, SMR- und HAMR-Tags. So gehe ich dabei vor:

  1. Explizite Angaben: Wenn der Produktname oder die Beschreibung die Aufzeichnungstechnologie ausdrücklich nennt, nutze ich das als primäre Quelle der Wahrheit.

  2. Identifikation über die Modellnummer: Bei bestimmten Modellnummern, von denen bekannt ist, dass sie eine bestimmte Technologie verwenden, vergebe ich den passenden Tag.

  3. Regeln nach Marke, Produktlinie und Kapazität: Bei Platten ohne ausdrückliche Technologieangabe vergebe ich Tags anhand etablierter Muster aus der Herstellerdokumentation.

  4. Vorsichtiger Ansatz: Wo ich nicht mit Sicherheit bestimmen kann, welche Technologie eine Platte nutzt, lasse ich sie lieber ungetaggt, statt das Risiko falscher Angaben einzugehen.

Seagate-Festplattenklassifizierung

Bei Seagate-Festplatten vergebe ich die Tags anhand der offiziellen Seagate-Dokumentation, basierend auf:

Zum Beispiel:

Western-Digital-Festplattenklassifizierung

Western Digitals Dokumentation ist weniger konsistent als die von Seagate, aber ich habe anhand ihrer Produktdokumentation und der Recherche aus der Community ein paar Regeln entwickelt:

Festplatten, die ich nicht tagge (unsichere Klassifizierung)

Genauigkeit geht mir vor Vollständigkeit, daher bleiben manche Platten ungetaggt, wenn ich ihre Aufzeichnungstechnologie nicht mit Sicherheit bestimmen kann:

Warum das für dich wichtig ist

Die Wahl zwischen CMR und SMR hat in der Praxis spürbare Auswirkungen auf die Performance:

Indem PricePerGig.com Festplatten mit ihrer Aufzeichnungstechnologie kennzeichnet, kannst du gezielt filtern und die passende Technologie für deine Anforderungen finden, ohne später böse Überraschungen bei Kompatibilität oder Performance zu erleben.

Technische Details der Umsetzung

Für alle, die sich für die technischen Details interessieren: So funktioniert mein Tagging-System:

  1. Zuerst normalisiere ich die Markennamen der Platten (aus „WD” wird zum Beispiel „Western Digital”)
  2. Ich ermittle die Produktlinie aus dem Produktnamen (z. B. „BarraCuda Pro”, „WD Red Plus”)
  3. Ich extrahiere den Formfaktor (2,5” oder 3,5”) und die Kapazität
  4. Ich prüfe den Produktnamen auf ausdrückliche Technologieangaben
  5. Ich wende markenspezifische Regeln anhand von Produktlinie, Formfaktor und Kapazität an
  6. Für bestimmte Modelle wende ich Regeln auf Basis der Modellnummer an
  7. Ich aktualisiere mein Regelwerk regelmäßig, sobald neue Informationen verfügbar sind

Dieser mehrschichtige Ansatz hilft mir, möglichst genaue Informationen zu liefern und gleichzeitig die Grenzen der Herstellerdokumentation einzugestehen.

Tagging-Logik für Western Digital

Bei Western-Digital-Platten folgt das Tagging-System diesen zentralen Regeln:

Ein vereinfachter Entscheidungsablauf könnte zum Beispiel so aussehen:

Ressourcen und Quellen

Wer mehr über Aufzeichnungstechnologien von Festplatten erfahren möchte, dem empfehle ich: